20.01.07 Alexander Engelen

50 Schüsse und farbenblinder Rassismus

15 Jahre ist es her, dass Rodney King von der Polizei brutal zusammengeschlagen wurde und Los Angeles durch Protestwellen in Flammen aufging. Trotzdem bleibt auch dieses Geschehnis nur ein kurzes Zwischenspiel in der seit über 350 Jahren andauernden Geschichte der sogenannten »African American experience«. Eine Odyssey, an der jeden Tag aufs Neue weiter geschrieben wird. Das zeigen jüngste Ereignisse, die auch an der HipHop-Gemeinde nicht spurlos vorbei gegangen sind.

Am 25. November töten Zivilbeamte des NYPD mit 50 Schüssen den schwarzen Sean Bell, der gerade einen Stripclub verlässt, in dem er, einen Tag vor der Hochzeit, seinen Junggesellenabschied feiert. Die genaueren Umstände bleiben bis heute ungeklärt, trotzdem muss die Polizei zugeben, dass sie weder bei Bell oder seinen zwei Begleitern, noch im Auto eine Waffe finden konnte.
Grund genug für etliche New Yorker, auf die Strasse zu gehen und für die Rapper Papoose und Grafh, jeweils einen Track zu veröffentlichen. Während Grafh die Erschießung Sean Bells auf »Black Panther« als Anlass für einen Appell an eine neue Black Power-Bewegung benutzt, liefert Papoose auf »Change Gon’ Come (50 Shots)« einen der emotionaleren Auftritte seiner Karriere. Mächtig prescht er auf einem Sample von Sam Cookes »A Change Is Gonna Come« nach vorne und bringt die Rage vieler Afroamerikaner auf den Punkt: »No justice, no peace. Another Black man shot dead in the streets«. Unweigerlich brachte der Tod Bells, der auf nyt.com anhand eines Polizeiberichtes rekonstruiert wurde (kostenlose Registrierung vonnöten), Erinnerungen an die Ermordung Amadou Diallos zurück, der auf ganz ähnliche Weise 1999 umkam.

Polizeiwillkür und -brutalität ist und bleibt eine der augenscheinlichsten Diskriminierungen der schwarzen Bevölkerung Amerikas. Da macht es auch keinen Unterschied, dass die Zivilpolizisten, die Sean Bell auf dem Gewissen haben, zum Teil selbst Minderheiten zugehörig sind—von den fünf Polizisten waren der englischsprachigen Wikipedia-Seite zufolge zwei weiß, zwei schwarz und einer hispanischer Herkunft. Eine Studie im Bundesstaat Missouri hat 2005 herausgefunden, dass Afroamerikaner bei Routine-Polizeikontrollen zu 50 Prozent wahrscheinlicher gestoppt werden als Weiße. Nur ein Beispiel, dass Rassismus nach wie vor tief in der (amerikanischen) Gesellschaft verankert ist.

Einen anderen, medienträchtigen Beweis dafür lieferte kürzlich der Schauspieler Michael Richards, der als Charakter Kramer mit der TV-Serie Seinfeld bekannt wurde. Während eines Comedy-Auftritts in Los Angeles beschimpfte Kramer einen schwarzen Gast im Publikum wüst. Er benutzte dabei nicht nur mehrfach das N-Wort, sondern erinnerte den Gast auch daran, wie man in der Vergangenheit mit aufmüpfigen Afroamerikanern umgegangen ist: »Fifty years ago we’d have you upside-down with a fucking fork up your ass!« Zum Verhängnis wurde ihm allein die mitlaufende Handykamera eines anderen Gastes und die Flächenbrandqualitäten von youtube.

Weit weniger öffentliche Aufmerksamkeit wurde einer Supreme-Court-Klage in Seattle zuteil, die für die afroamerikanische Bevölkerung weitaus größere Folgen haben könnte. Dort verklagten die Eltern von High-School-Anwärtern Schulen, weil diese gegen das 52 Jahre alte Gerichtsurteil »Brown v. Board Of Education« verstoßen hätten, welches Rassensegregation in Schulen verbietet. Nur handelt es sich hier um Eltern weißer Kinder, die in dem Einsatz von »Affirmative Action«—also der bewussten Bevorzugung bestimmter Gruppen zum Ausgleich einer vorausgangenen Benachteiligung-–eine Missachtung des Gleichheitsgrundsatzes sehen. Die High Schools hatten also Jugendliche mit Minderheiten-Hintergrund mit dem Ziel, eine »gemischte Schülerschaft« zu bekommen, den weißen Kindern mit gleicher Voraussetzung vorgezogen—die »Affirmative Action«-Regelung kam jedoch nur bei diesen so genannten »tiebreakern« zu tragen. Angesichts der konservativen Besetzung des amerikanischen Supreme Courts sieht es danach aus, dass die Kläger Recht bekommen. Nicht zum ersten Mal im Bundesstaat Washington, wo »Affirmative Action« nach einem zustimmenden Referendum im Jahr 1998 eigentlich abgeschafft worden war.

Eine Studie aus dem Jahr 2000 hat herausgefunden, dass 63 Prozent der weißen Bevölkerung Amerikas der Meinung sind, Schwarzen fehle die Motivation, ihre sozioökonomische Lebenssituation zu verbessern. Ein Großteil der Amerikaner belegen ihre afroamerikanischen Mitbürger also mit rassistischen Stereotypen, die Soziologen als »farbenblinden Rassismus« bezeichnen—die wenigsten Amerikaner bezeichnen sich nämlich als Rassisten. Vielmehr bestreiten sie vehement, etwas gegen Menschen anderer Hautfarbe zu haben. Und trotzdem kommt es, ohne es zu realisieren, zu oben genannten Vorstellungen.

Angesichts dessen wird die afroamerikanische Erfahrung weitergehen. Und das, obwohl (oder gerade weil?) die von Afroamerikanern erfundene und geprägte Kulturform HipHop mittlerweile zum erfolgreichsten Musikgenre überhaupt avanciert ist.

  

Kommentare geschlossen

Kommentare:

  1. passend dazu:
    xzibit – ram part division

    irgendwann wird’s knallen…

  2. es wird leider nicht knallen, weil jede radikale schwarze gruppe sofort radikal, erbarmungslos und mit illegalen mitteln bekämpft werden wird – und weil afroamerikaner trotz jahrhundertelanger unterdrückung extrem friedlich und tolerant gegenüber weissen amerikanern sind -da eine friedliche protestorganisation offensichtlich nicht zum erwünschten ziel führt (mlk jr.) wird sich wahrscheinlich nichts grundlegend ändern – und ohne die hilfe der weissen bevölkerung, die nunmal die große mehrheit der us bevölkerung stellt wird sich nichts ändern

  3. da haste recht.
    witzigerweise hab ich mir das gestern im bett liegend auch noch mal durch den kopf gehen lassen.
    obama als chance?

  4. alex

    22.01.07

    az, sekunde…ganz so stehen lassen, kann man deinen kommentar nicht.
    (1.) “etrem tolerant und friedlich” waren nicht alle afroamerikaner. stokeley carmichael, malcolm, fred hampton, eldridge cleaver, h. rap brown,... waren weit davon entfernt, ganz zu schweigen von dem (früheren) minister farrakhan und der noi.
    (2.) ohne den rassismus in den usa kleinreden zu wollen, denke ich doch, dass die friedlichen protestorganisationen des civil rights movements etwas geschafft haben. jim crow jedenfalls ist geschichte. das soll jetzt nicht heißen, dass man sich mit einem neuen, institutionalisierten rassismus zufrieden geben soll. in gedenken an mlk sollte man seine “erfolge” jedoch anerkennen…
    (3.) vollkommen richtig, dass ohne die weisse bevölkerung nichts geht. was einen großen teil zum “erfolg” des civil rights movements beigetragen hat, war die involvierung von weissen. die NAACP wurde z.B. von weissen gegründet…

    zu obama:
    hillary liegt mit 41% vor obama (17%) für den demokratischen kandidaten.

  5. zu 1) ich spreche von der großen mehrheit

    zu 2) offiziel und rechtlich(schriftlich!) ist viel, wenn nicht alles gut, aber im täglichen leben und in den köpfen ist nicht viel passiert wie obiges beispiel zeigt

    zu 3) waren und sind sehr wenige weiße zahlenmäßig – leider

    – noch schlimmer: hispanics und asiaten sind in den staaten auch rassistisch gegenüber schwarzen, ganz traurige angelegenheit – zu obama: sehe leider keine chance für irgendeinen “coloured” präsidenten aber eine intelligente frau wäre schon ein riesen fortschritt

    peace

  6. perfekter link zum thema

    Perspectives: Is America Ready to Elect a Black President?
    By Tracie Powell
    Jan 21, 2007, 21:17
    Email this article

    Printer friendly page

    The mere fact that this question is getting asked across the country is an answer unto itself….......

    peace

  7. naja, obama ist 46. seine politische karriere hat ja gerade erst angefangen.
    der kann auch noch 2012, 2016 oder 2020 antreten. vorausgesetzt natürlich er fällt nicht über irgendwelche skandale…

    “Hope the years go slow, slow
    Surrounded by intelligence, life through education
    Healthy minds will grow, grow”

    peace.

  8. sehr guter link zum thema racism in the us – hammer

    http://www.vernonjohns.org/vernjohns/whyracist.html

    peace

  9. in eigener sache und zum thema

    http://everyvoicecounts.blogspot.com/index.html

    peace

  10. alex

    24.01.07

    @ Az:
    dem artikel kann ich zum großen teil nicht zustimmen. natürlich gab es in der soziologie etliche strömungen, die falsch an das thema rassismus/segregation herangegangen sind. neuere soziologie-strömungen sind davon aber weit entfernt – insbesondere die des “farbenblinden rassismus” (z.b. bonilla-silva). diese theorie besagt nämlich gerade, dass geglaubt wird, rassismus sei verschwunden, obwohl er in institutionalisierter form wütet…
    eines kann man den soziologen jedoch ohne frage vorwerfen: indem sie das thema “race” erforschen, tragen sie dazu bei, dass es überhaupt zu einer sozialen kategorie wird. “race” (ich benutze das englische wort, weil ich glaube, dass “rasse” falsch verstanden wird) ist sozial konstruiert, aber nicht real. und hat nur durch die soziale konstruktion reale auswirkungen. ich denke, das ist das wichtigste, was man sich vor augen halten muss.

    und noch was. mit aussagen wie “hispanics und asiaten sind in den staaten auch rassistisch gegenüber schwarzen” tu ich mir ganz schwer. von wegen stereotypisierung und hierarchisierung (gut/böse) aufgrund von ethnizität…

  11. alex

    unterhalte dich mit afroamerikanern oder lies us-blogs zum thema. abgesehen von nyc ist nix mit solidarität zwischen minorities. ist natürlich stereotyp und ich meine nie alle hispanics etc. – du hast genug intelligenz, um das zu wissen – ich probiere mich kurz zu halten –
    bleibt dir überlassen einem artikel zuzustimmen oder nicht – aber ganz ehrlich, ich glaube nicht dass du das thema rassismus (usa) beurteilen kannst ohne es selbst erlebt zu haben – bingerade auf der suche nach einem artikel zum thema hispanics und blacks und werde ihn posten sobald ich ihn wieder finde

    peace

  12. Stephan

    24.01.07

    Nun, ich denke, Alex kann das Thema vielleicht sogar besser beurteilen als (fast) jeder andere der hier Diskutierenden – einfach aus dem Grund, dass er derzeit in den USA lebt.

  13. wenn er in den usa lebt und kontakt zu afroamerikanern hat weiß er dass ich recht habe – oder er lebt wie die meisten weißen in einer “white area” und hat kaum kontakt zu schwarzen, was genau das problem ist – namhaft “segregation”

    black areas, white areas, hispanic areas – es gibt kaum “gemischte wohnviertel”

    will hier aber gar niemand ans bein pissen sondern nur diskutieren

    peace

  14. alex

    24.01.07

    oh well….
    er wohnt in einer der liberalsten städte des landes…und sieht rassismus und segregation jeden tag – u.a. institutionalisierter rassismus (wie ausgeführt)!
    diskussion ist gut…

  15. d.h. nyc? schön – denke nyc ist ne große ausnahme was den alltäglichen umgang miteinander angeht und viele kulturen, akzente, hautfarben zusammenleben

    freut mich dass diskussion gefällt

    peace

    peace

  16. zum thema racist hispanics, written by a hispanic woman:

    Roots of Latino/black anger
    Longtime prejudices, not economic rivalry, fuel tensions.
    By Tanya K. Hernandez, Tanya K. Hernandez is a professor of law at Rutgers University Law School.
    January 7, 2007

    THE ACRIMONIOUS relationship between Latinos and African Americans in Los Angeles is growing hard to ignore. Although last weekend’s black-versus-Latino race riot at Chino state prison is unfortunately not an aberration, the Dec. 15 murder in the Harbor Gateway neighborhood of Cheryl Green, a 14-year-old African American, allegedly by members of a Latino gang, was shocking.

    Yet there was nothing really new about it. Rather, the murder was a manifestation of an increasingly common trend: Latino ethnic cleansing of African Americans from multiracial neighborhoods. Just last August, federal prosecutors convicted four Latino gang members of engaging in a six-year conspiracy to assault and murder African Americans in Highland Park. During the trial, prosecutors demonstrated that African American residents (with no gang ties at all) were being terrorized in an effort to force them out of a neighborhood now perceived as Latino.

    For example, one African American resident was murdered by Latino gang members as he looked for a parking space near his Highland Park home. In another case, a woman was knocked off her bicycle and her husband was threatened with a box cutter by one of the defendants, who said, “You niggers have been here long enough.”

    At first blush, it may be mystifying why such animosity exists between two ethnic groups that share so many of the same socioeconomic deprivations. Over the years, the hostility has been explained as a natural reaction to competition for blue-collar jobs in a tight labor market, or as the result of turf battles and cultural disputes in changing neighborhoods. Others have suggested that perhaps Latinos have simply been adept at learning the U.S. lesson of anti-black racism, or that perhaps black Americans are resentful at having the benefits of the civil rights movement extended to Latinos.

    Although there may be a degree of truth to some or all of these explanations, they are insufficient to explain the extremity of the ethnic violence.

    Over the years, there’s also been a tendency on the part of observers to blame the conflict more on African Americans (who are often portrayed as the aggressors) than on Latinos. But although it’s certainly true that there’s plenty of blame to go around, it’s important not to ignore the effect of Latino culture and history in fueling the rift.

    The fact is that racism — and anti-black racism in particular — is a pervasive and historically entrenched reality of life in Latin America and the Caribbean. More than 90% of the approximately 10 million enslaved Africans brought to the Americas were taken to Latin America and the Caribbean (by the French, Spanish and British, primarily), whereas only 4.6% were brought to the United States. By 1793, colonial Mexico had a population of 370,000 Africans (and descendants of Africans) — the largest concentration in all of Spanish America.

    The legacy of the slave period in Latin America and the Caribbean is similar to that in the United States: Having lighter skin and European features increases the chances of socioeconomic opportunity, while having darker skin and African features severely limits social mobility.

    White supremacy is deeply ingrained in Latin America and continues into the present. In Mexico, for instance, citizens of African descent (who are estimated to make up 1% of the population) report that they regularly experience racial harassment at the hands of local and state police, according to recent studies by Antonieta Gimeno, then of Mount Holyoke College, and Sagrario Cruz-Carretero of the University of Veracruz.

    Mexican public discourse reflects the hostility toward blackness; consider such common phrases as “getting black” to denote getting angry, and “a supper of blacks” to describe a riotous gathering of people. Similarly, the word “black” is often used to mean “ugly.” It is not surprising that Mexicans who have been surveyed indicate a disinclination to marry darker-skinned partners, as reported in a 2001 study by Bobby Vaughn, an anthropology professor at Notre Dame de Namur University.

    Anti-black sentiment also manifests itself in Mexican politics. During the 2001 elections, for instance, Lazaro Cardenas, a candidate for governor of the state of Michoacan, is believed to have lost substantial support among voters for having an Afro Cuban wife. Even though Cardenas had great name recognition (as the grandson of Mexico’s most popular president), he only won by 5 percentage points — largely because of the anti-black platform of his opponent, Alfredo Anaya, who said that “there is a great feeling that we want to be governed by our own race, by our own people.”

    Given this, it should not be surprising that migrants from Mexico and other areas of Latin America and the Caribbean arrive in the U.S. carrying the baggage of racism. Nor that this facet of Latino culture is in turn transmitted, to some degree, to younger generations along with all other manifestations of the culture.

    The sociological concept of “social distance” measures the unease one ethnic or racial group has for interacting with another. Social science studies of Latino racial attitudes often indicate a preference for maintaining social distance from African Americans. And although the social distance level is largest for recent immigrants, more established communities of Latinos in the United States also show a marked social distance from African Americans.

    For instance, in University of Houston sociologist Tatcho Mindiola’s 2002 survey of 600 Latinos in Houston (two-thirds of whom were Mexican, the remainder Salvadoran and Colombian) and 600 African Americans, the African Americans had substantially more positive views of Latinos than Latinos had of African Americans. Although a slim majority of the U.S.-born Latinos used positive identifiers when describing African Americans, only a minority of the foreign-born Latinos did so. One typical foreign-born Latino respondent stated: “I just don’t trust them…. The men, especially, all use drugs, and they all carry guns.”

    This same study found that 46% of Latino immigrants who lived in residential neighborhoods with African Americans reported almost no interaction with them.

    The social distance of Latinos from African Americans is consistently reflected in Latino responses to survey questions. In a 2000 study of residential segregation, Camille Zubrinsky Charles, a sociology professor at the University of Pennsylvania, found that Latinos were more likely to reject African Americans as neighbors than they were to reject members of other racial groups. In addition, in the 1999-2000 Lilly Survey of American Attitudes and Friendships, Latinos identified African Americans as their least desirable marriage partners, whereas African Americans proved to be more accepting of intermarriage with Latinos.

    Ironically, African Americans, who are often depicted as being averse to coalition-building with Latinos, have repeatedly demonstrated in their survey responses that they feel less hostility toward Latinos than Latinos feel toward them.

    Although some commentators have attributed the Latino hostility to African Americans to the stress of competition in the job market, a 1996 sociological study of racial group competition suggests otherwise. In a study of 477 Latinos from the 1992 Los Angeles County Social Survey, professors Lawrence Bobo, then of Harvard, and Vincent Hutchings of the University of Michigan found that underlying prejudices and existing animosities contribute to the perception that African Americans pose an economic threat — not the other way around.

    It is certainly true that the acrimony between African Americans and Latinos cannot be resolved until both sides address their own unconscious biases about one another. But it would be a mistake to ignore the Latino side of the equation as some observers have done — particularly now, when the recent violence in Los Angeles has involved Latinos targeting peaceful African American citizens.

    This conflict cannot be sloughed off as simply another generation of ethnic group competition in the United States (like the familiar rivalries between Irish, Italians and Jews in the early part of the last century). Rather, as the violence grows, the “diasporic” origins of the anti-black sentiment — the entrenched anti-black prejudice among Latinos that exists not just in the United States but across the Americas — will need to be directly confronted.

  17. farbenblinder rassismus ist per se schon ein völig schwachsinniger begriff – Rassismus ist die Bezeichnung für jede Theorie und Praxis, die Menschen auf Grund realer körperlicher Merkmale (wie z. B. Hautfarbe, Gesichtszüge) mit Werturteilen versehene Eigenschaften (z. B. eine bestimmte Mentalität) und einen unterschiedlichen Status zuteilt. Dies kann von Vorurteilen bis zu ausgearbeiteten Ideologien reichen, die verschiedenen Völkern oder „Rassen“ einen unterschiedlichen Wert zuordnen. Grundlage ist die Vorstellung, dass solche Eigenschaften sämtlichen Individuen einer „Rasse“ angeboren sind und nicht verändert werden können. Bestimmte Gruppen von Menschen werden abgewertet bzw. als minderwertig angesehen, und ihnen wird abgesprochen, auf derselben Stufe zu stehen wie man selbst. Die Folgen reichen in der Praxis von Trennungsneigung („Rassentrennung“) über Diskriminierung bis zu Rassenhass und daraus resultierender Gewalt.

    race ist die übersetzung von rasse, wie kann rasse missverstanden und race verstanden werden-

    für ein volk/rasse/gruppe, die seit jahrhunderten unterdrückt werden sind afroamerikaner sehr friedlich und selbst radikale gruppen sind nicht mordend durchs land gezogen-

    nicht jeder ist ein aktiver rassist, aber von rassismus und segregation zu profitieren, zu tolerieren und nichts dagegen zu sagen ist auch rassismus –

    und “white america” profitiert und toleriert seit jahrhunderten

    die protestorganisationen des civil rights movements haben sicher viel erreicht aber offensichtlich nicht annähernd genug, sonst müssten wir ja nicht hierüber reden -

  18. Natürlich ist der Begriff ein Oxymoron…das ist ja auch der Witz dran.
    Und vieles was du sagst, wird genau in dieser Theorie aufgegriffen.
    Ich will aber beim besten Willen nicht diese EINE Theorie auf Teufel komm raus verteidigen – es ist eine von vielen (u.a. critical race theory, intersectionality,...) und sie hat ihre Stärken und Schwächen.
    Nichtsdestotrotz, finde ich, dass sie in vielen Dingen in die richtige Richtung geht.
    Ich denke, unsere Meinungen liegen gar nicht weit voneinander entfernt…
    Ach ja, ich wohne in Seattle – nicht ganz so geil wie NYC.
    Peace

  19. word

Partnerprogramm

HHV-Partneraktion

Wer ein beliebiges Produkt über diesen Link bei hiphopvinyl.de einkauft, unterstützt uns mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.