12.05.07 Johannes Desta

Frank N Dank – The EP

Frank N Dank - The EP
3 Sterne Rating
»Kein Schritt nach vorne.«

»The EP« heißt Frank N Danks im Mai 2007 erscheinendes »Album«. Mit einer unter einer halben Stunde liegenden Spielzeit, lediglich vier regulären Tracks, dazu fünf Skits, Intro & Outro und zwei Remixen, verdient es diesen Namen auch.

Das im niederländischen Amsterdam ansässige Label Dopeness Galore bringt die Platte gleichwohl als gewöhnliche CD/LP heraus, die auf 1000 Stücke limitierte Spezial-Edition, auf der zusätzlich die bereits erwähnten Remixe und alle Instrumentals zu finden sind, sogar als Doppel-LP. Das holländische Label hatte die Idee, eine »Frank N Dank«-EP herauszubringen, deren Beats allein von niederländischen Produzenten stammen. Und so durften sich Bastler aus dem Land des Käses und der Tulpen wie I.N.T., Y’skid, Elsas, Kid Sublime und Wouda auf »The EP« in die Produzentenliste eintragen.

Herausgekommen ist eine passable EP, die beattechnisch leider etwas vor sich hintröpfelt. Positive Ausnahmen stellen da zum einen der Kid-Sundance-Remix von »Ruff, Rugged & Raw« dar. Zum anderen das von Y’skid hervorgebrachte »Why?«, das mit einer unruhigen Synthie-Linie, die an den technoiden, für FND seit »48 hours« so typischen Detroit-Sound erinnert, aufwartet. Auf dieser toben sich Frank Bush und Derrick Harvey dann auch nach allen Regeln der Kunst aus.

Es ist festzuhalten, dass das durchschnittliche Endresultat weniger an den beiden durchaus präsenten MCs, als an den wenig mitreißenden Beats beziehungsweise den nicht so guten Pickfähigkeiten der beiden Protagonisten festzumachen ist. FND-Kritiker mögen sich jetzt in ihrer These, FND ohne Dilla im Hintergrund seien unerheblich, bestätigt sehen. Natürlich ist diesbezüglich zuzugeben, dass die beiden Detroiter, die laut Wajeed als zwei von Wenigen im Studio des sehr introvertierten J Dilla abhängen durften, doch sehr von dessen Beats profitiert haben. Ohne diese hätten ihren Bekanntheitsgrad womöglich nicht über die Stadtgrenzen hinweg ausdehnen können.

Jedoch ist auf der anderen Seite nicht von der Hand zu weisen, dass die Beiden unbestreitbare Livequalitäten besitzen und mit »Xtended Play«, auf dem nicht nur Dilla-Produktionen zu finden sind, bereits unter Beweis gestellt haben, dass sie auch ohne den großen Förderer können. Bleibt abschließend zu sagen, dass sich Frank N Dank mit dieser EP kein Bein stellen, ein Schritt nach vorne ist dieser Kurzspieler gleichwohl nicht.

  
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